Nachdem wir unsere 7 Sachen im Hotel verstaut hatten, machten wir uns am frühen Nachmittag auf den Weg zum Louvre. Da wir uns “gut zu Fuß” fühlten, sind wir viel gelaufen, was sich dann am Ende der vier Tage doch etwas gerächt hat, da taten uns ordentlich die Knochen weh. Ich glaube, wir sind für den ganzen Urlaub mit einem einzigen Carnet (= 10 Metro-Einzelfahrscheine) ausgekommen, plus An- und Abfahrt Flughafen CDG.
Also, wie gesagt, wir zwei zu Fuß auf dem Weg zum Louvre, und da führt der kürzeste Weg über den Place des Vosges:

Dieser fast quadratische Platz ist komplett umgeben von alten Reihenhäusern mit Arkadengängen. In einem der Häuser hat auch mal der Schriftsteller Victor Hugo (“Der Glöckner von Notre Dame”) gewohnt …

Nun waren wir zwei schon zum zweiten (oder dritten?) Mal hier, aber besichtigt haben wir Hugo’s Wohnung immer noch nicht. Diesmal hat uns eine französische Schulklasse davon abgehalten, die gerade in dem Moment den Eingang betrat, wohl zum Zwecke der Heimatkunde
Das wollten wir uns dann nicht unbedingt antun …
Deshalb erst mal weitermarschiert zur nächsten der vier Ecken, dort wo sich ein Durchgang zum Hôtel de Sully und der dahinter liegenden Rue Saint-Antoine (übergehend in die Rue de Rivoli zum Louvre) befindet. Hier noch ein paar Fotos der den Platz umgebenden Häuser.

Im Rundgang um den Platz herum befinden sich viele kleine Gallerien und Lädchen …

… und auch das eine oder andere Restaurant bzw. Café. Durch aufgestellte Heizstrahler konnte man sogar im Januar draussen sitzen! Hier noch eine Aufnahme eines der Arkadengänge:

Vom Place des Vosges selbst haben wir dieses Mal gar keine Fotos gemacht (zumindest keine brauchbaren), und wer den trotzdem mal sehen möchte, möge sich bitte melden. Dann schiebe ich noch ein paar Fotos von einem früheren Besuch nach (mit Zaun, Reiterstandbild, Brunnen und viel grüner Wiese).
Vom Place des Vosges – viele Frankophile sagen übrigens “die Place”, aber ich mag’s lieber eingedeutscht – aus gelangt man, wie gesagt, in den Garten des Hôtel de Sully, ein historisches Stadthaus aus dem 17. Jahrhundert, das heute als Museum und Ausstellungsort dient. Außerdem ist es der Sitz des Zentrums der nationalen Monumente. Wir waren allerdings noch nie drin. Hier also ein Foto vom Garten mit Blick auf das Eckhaus am Place des Vosges und einem Rudel Tauben:

Der Garten selbst ist rundherum gesäumt von Mauern und Häusern und viele dieser Häuser in Paris haben verdammt steile Dächer. Hier ein Beispiel für ein fast senkrechtes Dach, trotzdem noch geziegelt:

Dieses Ornament mit einem Durchmesser von über einem Meter steht im Hotelgarten:

Wahrscheinlich war es nicht dafür vorgesehen, einfach so im Garten zu stehen, sondern sollte bestimmt irgendwo verbaut werden, aber ich habe keine Ahnung wo. Gegenüber steht noch so’n Ding.
So, das war dann mal wieder ein kleines Häppchen vom letzten Parisbesuch. Weiter geht es dann irgendwann mit dem Louvre (Kurzbesuch mit Mona Lisa) und der Kirche St.Paul-St.Louis (mit einem anderen berühmten Gemälde) auf dem Weg dorthin.
Fröhliche Rest-Ostern an alle Lesenden – hallo, ist überhaupt jemand da draussen?
Frank